Fallstudie


Wie lassen sich Bauteile im Bahnsektor mit unterschiedlichsten Formen und Abmessungen effizient und dauerhaft kennzeichnen?

láser de grabado portátil seguro L-MOOV

Die Herausforderung des Kunden: Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung von Bahnbauteilen

 
Im Rahmen von Mid-Life-Instandhaltungsmaßnahmen an TER– und TGV-Zügen werden in einem spezialisierten Instandhaltungsbetrieb komplette Zugkomponenten demontiert, um
strukturelle sowie mechanische Bauteile zu ersetzen.
 
Diese Prozesse umfassen ein hohes Volumen an Ersatzteilen (Platten, Verstärkungen, Knotenbleche, Halterungen, Träger, Rohre, Schienen, Profile usw.), die eine eindeutige und dauerhaft lesbare Rückverfolgbarkeit über den gesamten Wartungszyklus sowie bei der Wiedereinlagerung erfordern.
 
Der Kunde suchte daher eine leistungsstarke Lösung zur industriellen Bauteilkennzeichnung, die folgende Anforderungen erfüllt:

     

  • Eindeutige Identifikation jeder Komponente (Datum, Symbol, Chargennummer, interne Referenz etc.)
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  • Erhöhung der Prozesssicherheit und Optimierung der Lagerverwaltung
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  • Verbesserung der Rückverfolgbarkeit für zukünftige Wartungs- und Serviceeinsätze
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  • Vorbereitung auf zukünftige Anforderungen wie die Integration von QR-Code– und DataMatrix-Kennzeichnungen
  •  

Industrielle Anforderungen an die Bauteilkennzeichnung im Bahnsektor

 

Der Kunde musste mehrere zentrale Herausforderungen im Bereich der industriellen Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit lösen:

 

    • Sicherstellung einer dauerhaften Rückverfolgbarkeit von Bauteilen aus Stahl, Aluminium und Edelstahl

 

    • Anpassungsfähigkeit an eine große Formatvielfalt. Die stark variierenden Bauteilabmessungen erforderten eine flexible Lösung ohne Einschränkung auf feste Vorrichtungen

 

    • Einsatz eines Systems, das sowohl mobil als auch in einer stationären Arbeitsumgebung genutzt werden kann

 

Die Vielfalt der zu kennzeichnenden Bauteile stellt eine der größten Herausforderungen dieser Anwendung dar. Der Großteil besteht aus flachen Komponenten wie Platten, Blechen, Verstärkungen oder Knotenblechen mit typischen Abmessungen von 120 bis 600 mm Länge, 30 bis 220 mm Breite und 5 bis 12 mm Dicke.

Ein kleinerer Anteil umfasst mechanische Bauteile wie Halterungen, Distanzstücke, Buchsen oder Träger mit Größen von 50 bis 240 mm Länge, 14 bis 120 mm Breite und bis zu 80 mm Höhe.

Darüber hinaus existieren großformatige Bauteile wie Rohre, Schienen, Profile oder Rahmenkonstruktionen mit Abmessungen von bis zu 1.800 mm Länge, 500 mm Breite und 250 mm Höhe.

Diese Bandbreite erfordert eine Kennzeichnungslösung, die sowohl kleine Komponenten als auch großvolumige Strukturelemente effizient und zuverlässig markieren kann.

Überblick über die Vielfalt der zu kennzeichnenden Bauteile:

 

 

Technische Herausforderungen bei der Kennzeichnung von Bahnbauteilen

 

Bei der Umsetzung mussten mehrere technische Anforderungen berücksichtigt werden:

 

    • Sichere Lesbarkeit nach Schweißprozessen. Die Markierung muss auch nach thermischen Belastungen dauerhaft identifizierbar bleiben

 

    • Notwendigkeit von Mobilität in bestimmten Bereichen, da einige Bauteile nicht zu einer stationären Anlage transportiert werden können

 

    • Bereitstellung eines sicheren Arbeitsplatzes für kleine Bauteile

 

    • Zukunftssichere Integration von 2D-Codes wie QR-Code oder DataMatrix sowie Kompatibilität mit GS1-Standards (GTIN, Applikationsidentifikatoren, Serialisierung)

 

Warum sollten 2D-Codes (DataMatrix oder QR-Code) nach dem GS1-Standard integriert werden?

Die Lösung musste ausreichend flexibel sein, um drei zentrale Anwendungsszenarien in der industriellen Bauteilkennzeichnung abzudecken:

 

     

  1. Direkte Kennzeichnung von großformatigen Bauteilen direkt im Werkstattbereich
  2.  

  3. Ergonomischer Einsatz in einer stationären Arbeitszelle
  4.  

  5. Sichere Kennzeichnung von Kleinteilen in einem geschlossenen Schutzgehäuse
  6.  

 

SIC MARKING Lösung: Industrielle Laserbeschriftung mobil

Um sämtliche Anforderungen der industriellen Bauteilkennzeichnung und Rückverfolgbarkeit zu erfüllen, wurde folgende Systemkonfiguration ausgewählt.

 

Die Lösung basiert auf einem L-MOOV 30W Laserbeschriftungssystem mit einem Markierfeld von 60 x 25 mm. Ergänzt wird dieses durch einen speziell defokussierten Markierkopf für Edelstahl, um optimale Kontraste und hochwertige Markierergebnisse auf unterschiedlichen Materialien zu gewährleisten.

 

Zusätzlich integriert die Lösung die Software SIC FACTORY AUTOMATION, die speziell für die Anforderungen moderner Produktionslinien entwickelt wurde. Sie ermöglicht die Automatisierung, Prozesssicherheit und einfache Steuerung der industriellen Markierprozesse.

 

Das System ist auf einem mobilen Wagen montiert und kann flexibel sowohl in einer stationären Arbeitszelle mit Ausleger und Balancer als auch mobil direkt am Bauteil eingesetzt werden – ohne aufwendige Umrüstungen. Diese Modularität steigert die Produktivität und verbessert gleichzeitig die Ergonomie für den Bediener.

 

Ein zusätzlich integriertes Schutzgehäuse, abgestimmt auf die Bauteilgeometrien, gewährleistet eine sichere Kennzeichnung insbesondere bei kleineren Komponenten und erfüllt höchste Anforderungen an Arbeitssicherheit und Prozesskontrolle.

 

 

SIC FACTORY AUTOMATION – Die Steuerungssoftware für maximale Produktivität in der industriellen Kennzeichnung

Die Lösung bietet somit drei flexible Betriebsmodi für die industrielle Bauteilkennzeichnung:

 

    • Stationärer Arbeitsplatz für wiederkehrende Serien und definierte Produktionsvolumen

 

    • Mobile Anwendung für großformatige Bauteile oder schwer zugängliche Bereiche

 

    • Geschlossener Kabinenbetrieb für die sichere Kennzeichnung von Kleinstteilen

 

 

Implementierung und Ergebnisse der industriellen Bahnkennzeichnung

 

Die implementierte Lösung ermöglicht:

 

    • Dauerhafte und kontrastreiche Markierung auf Stahl, Aluminium und Edelstahl

 

    • Optimierte Lagerprozesse durch sofortige Identifikation aller Bauteile

 

    • Reduzierung von Fehlerquellen in Wartungs- und Instandhaltungsprozessen

 

    • Eine zukunftssichere Lösung, vorbereitet für die Integration von QR-Codes und DataMatrix

 

    • Maximale Flexibilität für unterschiedlichste Bauteilgrößen und Geometrien

 

Der Großteil der flachen Bauteile (ca. 88 %) kann direkt mit dem mobilen Laserkopf markiert werden, was die Produktivität erheblich steigert. Kleinteile werden sicher im Schutzgehäuse bearbeitet, wodurch sowohl Normkonformität als auch Bedienkomfort gewährleistet sind. Sehr große Bauteile können dank der mobilen Lösung ohne Einschränkungen hinsichtlich ihrer Abmessungen gekennzeichnet werden.

 

Fazit

 

Dank einer modularen Systemarchitektur, die Mobilität, Sicherheit und materialangepasste Leistung kombiniert, verfügt der Instandhaltungsbetrieb nun über eine zuverlässige und skalierbare Lösung für die Rückverfolgbarkeit von Bahnbauteilen.

Die implementierte Lösung erhöht die Prozesssicherheit, optimiert die Lagerverwaltung und unterstützt nachhaltig effiziente Wartungsabläufe.

 

Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie sich der portable Laser L-MOOV optimal an anspruchsvolle industrielle Anwendungen und die spezifischen Anforderungen des Bahnsektors anpassen lässt.

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