Fallstudie
Im Rahmen von Mid-Life-Wartungsarbeiten an TER- und TGV-Zugverbänden werden in einer spezialisierten Instandhaltungswerkstatt bestimmte Züge vollständig demontiert, um interne strukturelle und mechanische Komponenten auszutauschen.
Diese Arbeiten betreffen eine große Anzahl unterschiedlicher Ersatzteile wie Bleche, Verstärkungen, Knotenbleche, Beschläge, Halterungen, Rohre, Schienen und Profile. Für diese Komponenten ist während des gesamten Wartungsprozesses sowie bei der Rückführung in das Ersatzteillager eine klare und dauerhafte Kennzeichnung erforderlich, damit Bauteile jederzeit eindeutig identifiziert werden können.
Die Werkstatt suchte daher nach einer zuverlässigen Lösung zur Markierung von Metallbauteilen, die sich einfach in Wartungsprozesse integrieren lässt und gleichzeitig eine langfristige Nachverfolgung der Komponenten ermöglicht.
Die Anforderungen an das Markiersystem waren:
Der Kunde musste mehrere zentrale Herausforderungen in Bezug auf die industrielle Bauteilkennzeichnung und die Rückverfolgbarkeit von Komponenten im Bahnsektor lösen:
Die Vielfalt der zu kennzeichnenden Bauteile stellte eine der größten Herausforderungen der Anwendung dar. Der Großteil der Komponenten besteht aus flachen Teilen wie Blechen, Platten, Verstärkungen oder Knotenblechen mit typischen Abmessungen zwischen 120 und 600 mm Länge, 30 bis 220 mm Breite und 5 bis 12 mm Dicke.
Ein kleinerer Anteil umfasst mechanische Kleinteile wie Beschläge, Ausgleichsscheiben, Buchsen oder Halterungen mit Abmessungen zwischen 50 und 240 mm Länge, 14 bis 120 mm Breite und bis zu 80 mm Höhe.
Darüber hinaus gibt es Bauteile mit deutlich größeren Abmessungen — beispielsweise Rohre, Schienen, Profile oder Rahmen — die bis zu 1.800 mm Länge, 500 mm Breite und 250 mm Höhe erreichen können.
Diese große Bandbreite an Formaten erfordert eine industrielle Markierungslösung, die flexibel genug ist, um sowohl kleine Komponenten als auch große strukturelle Bauteile zuverlässig zu kennzeichnen und eine langfristige industrielle Rückverfolgbarkeit sicherzustellen.
Übersicht über die Vielfalt der zu kennzeichnenden Bauteile:
Mehrere technische Anforderungen mussten bei der Auswahl der geeigneten Lösung für die industrielle Markierung berücksichtigt werden:
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Das Markiersystem musste ausreichend flexibel sein, um drei unterschiedliche Anwendungsszenarien in der Werkstatt abzudecken und gleichzeitig eine zuverlässige Bauteilkennzeichnung sowie eine dauerhafte industrielle Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten:
SIC MARKING Lösung
Um alle technischen und betrieblichen Anforderungen zu erfüllen, wurde folgende Konfiguration gewählt:
Die Lösung basiert auf einem L-MOOV 30W, ausgestattet mit einem 60 x 25 mm Markierkopf sowie einem defokussierten Kopf für Edelstahl. Dadurch kann die Laserbeschriftung optimal an unterschiedliche Materialien sowie an die jeweils erforderliche Kontraststufe angepasst werden.
Die Anlage ermöglicht eine dauerhafte Kennzeichnung von Metallbauteilen aus Stahl, Aluminium und Edelstahl und stellt sicher, dass die Komponenten auch nach Wartungs- und Schweißprozessen eindeutig identifizierbar bleiben.
Die Lösung umfasst außerdem die Software SIC FACTORY AUTOMATION, die speziell dafür entwickelt wurde, industrielle Markierprozesse zu vereinfachen, zu automatisieren und abzusichern. Die Software ermöglicht eine strukturierte Verwaltung der Markierdaten sowie eine einfache Integration in digitale Produktionsumgebungen.
Das System ist auf einem mobilen Wagen installiert und kann sowohl als stationärer Arbeitsplatz mit Auslegerarm und Balancer als auch als mobile Markierlösung eingesetzt werden. Diese modulare Konfiguration verbessert die Ergonomie für den Bediener und erhöht gleichzeitig die Effizienz der industriellen Markierung im Werkstattbetrieb.
Ergänzend wird das System durch eine Schutzumhausung vervollständigt, die an die Abmessungen der zu markierenden Bauteile angepasst ist. Dadurch wird insbesondere bei kleineren Komponenten eine sichere und kontrollierte Laserbeschriftung gewährleistet.
SIC FACTORY AUTOMATION – Die Steuerungssoftware für industrielle Produktivität
Die Lösung bietet somit drei flexible Betriebsmodi für unterschiedliche Anforderungen der industriellen Bauteilkennzeichnung und Rückverfolgbarkeit:
Die implementierte Lösung ermöglicht:
Der Großteil der flachen Bauteile (88 %) kann direkt mit dem tragbaren Markierkopf gekennzeichnet werden, was die Produktivität erheblich steigert. Kleinere Komponenten werden in der speziell vorgesehenen Schutzumhausung markiert, wodurch sowohl Prozesssicherheit als auch Bedienkomfort gewährleistet werden.
Sehr große Bauteile können dank der Mobilität des Systems ohne dimensionsbedingte Einschränkungen direkt vor Ort markiert werden.
Dank einer modularen Konfiguration, die Mobilität, Sicherheit und eine an unterschiedliche Materialien angepasste Laserleistung kombiniert, verfügt die Werkstatt heute über eine zuverlässige und zukunftssichere Lösung für die industrielle Rückverfolgbarkeit ihrer Bahnkomponenten.
Die implementierte Lösung sorgt für sicherere Wartungsprozesse, eine effizientere Lagerverwaltung sowie eine dauerhaft nachvollziehbare Bauteilkennzeichnung.
Dieses Projekt zeigt beispielhaft, wie sich der tragbare L-MOOV Laser von SIC MARKING optimal an anspruchsvolle industrielle Anwendungen und die spezifischen Anforderungen der Bahnindustrie anpassen lässt.
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