Fallstudie

Wie lässt sich eine gezielte Lackablation an lackierten Bauteilen durchführen, um die elektrische Leitfähigkeit bei hohen Produktionstakten sicherzustellen?

Die Kundenanforderung: Lokalisierte Lackablation an lackierten Kfz-Spiegelbauteilen

Ein spanischer Automobilzulieferer fertigt Innenspiegel für Pkw auf einer vollautomatisierten Fertigungslinie.
Das Bauteil aus Aluminium erhält eine schwarze Lackierung, die die gesamte Oberfläche bedeckt.
Um den einwandfreien Betrieb der im Spiegel integrierten elektronischen Komponenten zu gewährleisten, müssen bestimmte Bereiche elektrisch leitfähig bleiben — die Lackschicht muss daher an diesen Stellen zuverlässig und reproduzierbar auf jedem Bauteil entfernt werden, innerhalb einer Zykluszeit, die mit dem 14-Sekunden-Produktionstakt kompatibel ist.
Die Anforderung an eine einfache, robuste Lösung ohne Verschleißteile führte zur Auswahl der Lasertechnologie für den Ablationsprozess.

Lokalisierte Lackablation an beschichteten Bauteilen: Anforderungen an elektrische Leitfähigkeit und Präzision

Die zentrale Herausforderung besteht in der gleichzeitigen Erfüllung von drei Anforderungen:

– Lokalisierung und Ablationspräzision
Die zu behandelnden Bereiche entsprechen den Kontaktpunkten der elektronischen Komponenten. Ihre Position, Geometrie und Abmessungen müssen in jedem Zyklus exakt reproduziert werden. Eine unzureichende oder fehlpositionierte Ablation beeinträchtigt die elektrische Leitfähigkeit. Ein Übergreifen auf die angrenzende Lackoberfläche kann die Haftfestigkeit der Beschichtung außerhalb der Zielbereiche schwächen.

– Anlagenintegration in einen 14-Sekunden-Takt
Die Linie läuft im Dauerbetrieb. Der Ablationsprozess muss innerhalb dieser Zykluszeit ablaufen, ohne einen Engpass zu erzeugen oder den Gesamttakt der Anlage zu reduzieren.

– Wiederholgenauigkeit und Verschleißteilefreiheit
In der Serienproduktion verursacht jedes Verfahren, das häufige Nachstellarbeiten oder regelmäßige Wartung von Verschleißteilen erfordert, Stillstandszeiten und Qualitätsdriftrisiken. Die Anforderung lautet: ein stabiler, langfristig wartungsfreier Prozess.

Technische Lösung: Faserlaser i140 Easy 50W zur Lackablation an lackierten Aluminiumbauteilen

SIC MARKING hat die Faserlaser-Kennzeichnungsmaschine i140 Easy 50W mit einer F330-Optik ausgewählt, die ein Bearbeitungsfenster von 220×220 mm bietet.
Diese Konfiguration erfasst sämtliche zu behandelnden Zonen des Bauteils in einem einzigen Durchgang — ohne Umpositionierung — innerhalb einer Zykluszeit, die vollständig mit dem 14-Sekunden-Produktionstakt kompatibel ist.

Der Faserlaser ist besonders geeignet für die Lackablation auf metallischen Substraten. Er verdampft die schwarze Lackschicht, ohne das darunter liegende Aluminium zu beeinträchtigen.

Der Prozess ist vollständig berührungslos: Es gibt keine Verschleißteile, keine Abrasivstoffe und keine Verbrauchsmaterialien, die nachbestellt werden müssen.

Die einzige Installationsanforderung ist eine ausreichende Absauganlage zur Abführung der beim Ablationsprozess entstehenden Rauchabgase.

Ergebnis: Präzision, Taktzeitkonformität und Prozessstabilität beim industriellen Faserlaser-Ablationsverfahren

Bei dieser Anwendung erfüllt die Faserlaser-Ablation alle Produktionsanforderungen: präzise Definition der Behandlungszonen, Einhaltung der Zykluszeit, vollständige Verschleißteilefreiheit und durch die Stabilität der Laserparameter garantierte Wiederholgenauigkeit.

Die Standardmaschine i140 Easy 50W lässt sich ohne aufwendige Anpassungen in die bestehende Linie integrieren.
Die Installation einer geeigneten Absauganlage ist der einzige Punkt, der bei der Inbetriebnahme im Voraus zu berücksichtigen ist.

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