Fallstudie
In seinem britischen Werk fertigt CNH Industrial Landwirtschaftstraktoren und musste die Rückverfolgbarkeit seiner Vorderachsbaugruppen sicherstellen — großformatige Stahlbauteile, die entweder zerspant oder lackiert werden.
Bisher basierte die Bauteilidentifikation auf Klebeetiketten mit einem QR-Code, der die wesentlichen Fertigungsdaten enthielt.
Dieses Verfahren wies in der Fertigung mehrere Schwachstellen auf: Etikettenverlust, Fehlzuordnung zur falschen Baugruppe, Identifikationsfehler sowie Datenlücken im laufenden Produktionsprozess.
Die Aufgabe bestand daher darin, eine zuverlässige und dauerhaft belastbare Kennzeichnungslösung zu implementieren — ohne den Arbeitsablauf des Bedieners zu verkomplizieren oder eine aufwendige Anlagenintegration an großformatigen Bauteilen vorauszusetzen.
Vorderachsbaugruppen sind großformatige Komponenten, was die Integration einer fest installierten Kennzeichnungsstation am Arbeitsplatz erschwert.
– Die zu kennzeichnenden Oberflächen können zerspant oder lackiert sein.
Die Kennzeichnung musste daher auf unterschiedlichen Oberflächenzuständen lesbar und kontrastreich bleiben.
– Die Fertigungsdaten waren an ein Klebeetikett mit QR-Code gebunden.
Löste es sich ab oder wurde es der falschen Baugruppe zugeordnet, war die Rückverfolgbarkeit nicht mehr gewährleistet.
– In einer manuellen Fertigungslinie musste die Lösung für den Bediener einfach handhabbar und mit dem Produktionstakt des Werks kompatibel sein.

Die gewählte Lösung ist ein mobiles Laserkennzeichnungsgerät L-MOOV, kombiniert mit einem Barcode-Lesegerät.
Dieser Ansatz ermöglicht einen kontrastreichen QR-Code in hoher Qualität und vermeidet gleichzeitig den Einsatz eines großen Gehäuses, das für übergroße Bauteile ungeeignet wäre.
Der Bediener scannt die Daten, anschließend wird der QR-Code direkt per Laser auf die zerspante Fläche oder die lackierte Oberfläche aufgebracht.
Die scanbasierte Datenerfassung eliminiert die manuelle Dateneingabe und reduziert das Risiko von Eingabefehlern.
Die Direktkennzeichnung am Bauteil beseitigt die Abhängigkeit von Etiketten und verankert die Identifikationsdaten dauerhaft im Bauteil.
Der mobile Formfaktor des L-MOOV bietet die erforderliche Flexibilität in einer manuellen Fertigungsumgebung.
Er ermöglicht die Kennzeichnung sperriger Baugruppen bei gleichbleibend hoher Kennzeichnungsqualität, die vollständig den Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit entspricht.

– Erhöhte Zuverlässigkeit der Rückverfolgbarkeit durch Direktkennzeichnung am Bauteil
– Reduzierung von Dateneingabefehlern durch scanbasierte Datenerfassung seitens des Bedieners
– Eliminierung von Risiken durch verlorene oder falsch zugeordnete Etiketten
Mit diesem Ansatz ersetzt CNH Industrial ein Identifikationsverfahren, das auf Klebeetiketten basierte, durch eine direkte Laserkennzeichnung — zuverlässiger und besser geeignet für großformatige Stahlbauteile.
Die Kombination aus scanbasierter Datenerfassung und Direktkennzeichnung am Bauteil sichert die Datenintegrität bereits beim Eintritt in den Fertigungsfluss und stärkt die Kontinuität der Rückverfolgbarkeit über den gesamten Produktionsprozess.

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