Fallstudie


Rückverfolgbarkeit im Body-in-White sichern: Etikettenprobleme, Qualitätsabweichungen und versteckte Kosten nachhaltig eliminieren

Die Herausforderung des Kunden: Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit von Stahl-Querträgern im Body-in-White

 

In der Automobilindustrie ist die Rückverfolgbarkeit von Bauteilen ein entscheidender Faktor für Qualitätssicherung, Normenkonformität und lückenlose Auditierbarkeit entlang des gesamten Fahrzeuglebenszyklus.

 

Bei einem OEM im Automotive-Sektor basierte die Rückverfolgbarkeit von 1,20 m langen Stahl-Querträgern, die mit Kataphorese (KTL / E-Coat) beschichtet sind, auf einem automatisierten Etikettiersystem, das direkt in die Body-in-White-Produktionslinie (BIW) integriert war.

 

Diese Lösung ermöglichte zwar die Identifikation der Bauteile, zeigte jedoch im industriellen Dauereinsatz – insbesondere unter anspruchsvollen Bedingungen wie Staub, Öl und Vibrationen – erhebliche Schwächen:

 

  • Ablösen von Etiketten während Bearbeitung oder Transport
  • Verlust der Rückverfolgbarkeit und kritischer Produktionsdaten
  • Nichtkonformitäten und kostenintensive Nacharbeit
  • Probleme beim Wiederanlauf nach Stillständen oder Wartung
  • Hohe Abhängigkeit von Verbrauchsmaterialien (Etiketten, Tinte)
  • Versorgungs- und Logistikengpässe direkt an der Produktionslinie

 

Die Folge: Eine dauerhaft stabile und zuverlässige Rückverfolgbarkeit konnte nicht gewährleistet werden – mit direkten Auswirkungen auf Produktqualität, Produktionssicherheit und Gesamtbetriebskosten.

Unterschätzte Gesamtbetriebskosten von Kennzeichnungs- und Etikettiersystemen in BIW-Linien

 

Neben den operativen Herausforderungen verursachte die Etikettierlösung auch hohe Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership).

 

Die Implementierung erforderte eine Anfangsinvestition von rund 80.000 €, einschließlich:

 

  • Industriedrucker
  • Automatisches Etikettenapplikationssystem (oft komplex)
  • Anbindung an die Linien-SPS
  • Verifikations- und Lesesysteme
  • Zeit- und Ressourcenaufwand für Einrichtung und Prozessoptimierung

 

Hinzu kamen erhebliche laufende Kosten:

 

  • Verbrauchsmaterialien (Etiketten, Tinte)
  • Beschaffung, Lagerung und Handling
  • Regelmäßige Wartung – sowohl im Betrieb als auch beim Wiederanlauf
  • Management von Nichtkonformitäten durch Identifikationsverluste

 

Diese wiederkehrenden indirekten Kosten, kombiniert mit einer begrenzten Systemzuverlässigkeit, beeinträchtigten die Gesamtleistung der Produktionslinie erheblich und wurden auf etwa 20.000 € pro Jahr geschätzt.

 

 

Industrielle Zielsetzungen für die Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Querträgern im Body-in-White

 

Der OEM verfolgte zwei zentrale Ziele:

 

  1. Zuverlässigkeit und Rückverfolgbarkeit: Sicherstellung einer dauerhaften Direktmarkierung direkt auf Stahl-Querträgern mit Kataphorese-Beschichtung – unter Einhaltung der Korrosionsanforderungen und ohne Risiko von Datenverlust.
  2. Kostenreduktion und ROI: Eliminierung von Verbrauchsmaterialien sowie Wartungsaufwand im Zusammenhang mit Drucksystemen.

 

Technische Anforderungen und Herausforderungen der Laserbeschriftung auf Stahl-Querträgern

 

Das Projekt war mit mehreren wesentlichen technischen und industriellen Anforderungen verbunden:

 

  • Gewährleistung der Lasersicherheit ohne zusätzliche Schutzumhausung
  • Erhalt der KTL-Beschichtung ohne funktionale Beeinträchtigung
  • Dauerhafte Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit direkt auf dem Bauteil
  • Einhaltung der Produktionsrate von 6 Bauteilen pro Minute
  • Zuverlässiger Betrieb in einer BIW-Umgebung mit Staub, Öl und Vibrationen
  • Nahtlose Integration in bestehende Produktionslinien ohne Änderungen an Prozessen, Linienorganisation oder Kommunikationsprotokollen

 

Etikettierung vorher / Laserbeschriftung nachher


SIC MARKING Lösung: FIT Laserbeschriftung integriert in die Body-in-White-Produktionslinie

 

Zur Erfüllung dieser Anforderungen hat SIC MARKING seine FIT Laserbeschriftungslösung entwickelt, die direkt in die Body-in-White-Produktionslinie integriert wird.

 

Die Direktmarkierung erfolgt unmittelbar auf dem Stahl-Querträger in Form eines dauerhaften Barcodes, der auch unter anspruchsvollen Industriebedingungen zuverlässig lesbar bleibt.

 

Die wichtigsten Vorteile der FIT Lösung für Rückverfolgbarkeit und industrielle Prozesssicherheit:

 

  • Direkte und permanente Markierung ohne Risiko des Ablösens
  • Keine Verbrauchsmaterialien – keine laufenden Kennzeichnungskosten
  • Erhalt der KTL- / Kataphorese-Beschichtung ohne Beeinträchtigung
  • Integrierte Sicherheit ohne zusätzliche Schutzumhausung
  • Berührungslose Technologie ohne komplexe Mechanik – minimaler Wartungsaufwand
  • Stillstand und Wiederanlauf der Linie ohne Eingriff in das Markiersystem
  • Geeignet für hohe Taktzeiten von bis zu 6 Bauteilen pro Minute

 

Die Laserbeschriftung ersetzt damit vollständig Druck- und Etikettiersysteme und reduziert gleichzeitig Integrationsaufwand sowie Wartungskosten erheblich.

 

Implementierung der Laserbeschriftung in der Body-in-White-Linie: Integration und Sicherheit

 

Die Umsetzung des Projekts erfolgte in mehreren klar definierten Schritten zur Sicherstellung einer reibungslosen Integration:

 

  1. Vorabtests auf Stahl-Querträgern zur Feinabstimmung der Laserparameter und Sicherstellung der Lesbarkeit des Barcodes
  2. Validierung der Markierung hinsichtlich Normkonformität sowie Erhalt der Schutzbeschichtung ohne funktionale Beeinträchtigung
  3. Installation und Integration der FIT Lösung direkt in die Produktionslinie unter Berücksichtigung maximaler Bedienersicherheit

 

Beispiel: Ergebnis eines 500-Stunden-Salzsprühnebeltests

 

Ergebnisse: Nachhaltige Rückverfolgbarkeit und signifikante Kosteneinsparungen

 

  • Zuverlässige und dauerhafte Rückverfolgbarkeit aller Bauteile
  • Validierte Markierung auf KTL-Beschichtung ohne Qualitätsverlust
  • Vollständige Eliminierung von Verbrauchsmaterialien (Etiketten, Tinte) mit Einsparungen von ca. 20.000 € pro Jahr
  • Deutlich reduzierter Wartungsaufwand
  • Bestandener Salzsprühnebeltest – hohe Beständigkeit gegen Korrosion und Industrieeinflüsse
  • Reduktion von Nichtkonformitäten durch Wegfall fehleranfälliger Etiketten
  • Konstante Produktionsleistung von 6 Bauteilen pro Minute ohne Taktzeitverlust
  • Return on Investment von ca. 1,5 Jahren

 

Fazit

 

Durch den Wechsel von Etikettierung zur dauerhaften Laserbeschriftung konnte der Hersteller die Rückverfolgbarkeit seiner Bauteile im Body-in-White-Umfeld nachhaltig sichern, gleichzeitig die Gesamtbetriebskosten senken und bestehende Produktionsprozesse unverändert beibehalten.

 

Die FIT Lösung von SIC MARKING zeigt, dass sich Etiketten vollständig eliminieren lassen, ohne die Produktionslinie zu beeinflussen – bei gleichzeitig deutlich gesteigerter Zuverlässigkeit, Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Unsere Lösungen
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